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Sperrung
#1
Liebe Community,
ich bin neu hier und brauche dringend euren Rat. Ich habe schon das Forum durchforstet aber keine passende Antwort gefunden. 
Ich habe jahrelang bei Lottoland und anderen Anbietern gespielt die, wie ich jetzt erfahren habe, nicht legal sind. Ich habe große Angst vor einer Anzeige und Kontoschließung. Ich habe mir jetzt zur Sicherheit ein zweites Konto einrichten lassen falls das erste gesperrt werden sollte. Es handelt sich immer um kleinere Beträge an Einzahlungen und Auszahlungen seit 2016. Bisher hat die Bank sich noch nicht gemeldet und keine Fragen gestellt, bisher war mir das auch egal da ich nicht wusste, dass die Aktivitäten illegal sein könnten. Zu meiner Frage:
1. Wie erfahre ich von einer Anzeige? Wird zunächst das Konto geschlossen und bekommt man von der Bank Bescheid und kann darauf schließen, dass das ganze an die Polizei weitergegeben wird?
2. Wieso wurde seit 2016 noch nichts unternommen? Der Bank müsste doxh bekannt sein, das vor allem Lottoland illegal ist und jegliche Einzahlungen und Auszahlungen automatisch unterbinden?
3. Sollte ich das Konto über das gespielt wurde jetzt vorsichtshalber kündigen oder weckt das eher schlafende Hunde ? Ich bin kurz davor einen Anwalt zur Beratung hinzuzuziehen scheue ich mich aber noch vor den Kosten 
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#2
Denke das kommt aktuell mehrfach bei jeder Bank vor, da Lottoland und früher Lottohelden immer noch unwissend viel frequentiert werden.

War auch jahrelang bei Lottohelden mit Zahlungen übers Giro Konto. Mich hat meine Bank irgendwann schriftlich darüber informiert und aufgefordert die Zahlungen dort einzustellen (wegen white list), andernfalls würde man das Konto kündigen. War mir damals auch unbekannt, habs dann sofort sein gelassen und nie wieder was von gehört. Meine die Aufforderung kam aber erst nach einer größeren Auszahlung (glaube 800 € oder so).

Von daher keine Panik, oder sonst einfach mal die Bank anrufen und dort die Info hinterlassen man habe es nicht gewusst und man stellt dies sofort ein. Die wollen die Kunden i.d.R. auch nicht verlieren.
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#3
(28.11.2024, 21:50)Brokerjays schrieb: Denke das kommt aktuell mehrfach bei jeder Bank vor, da Lottoland und früher Lottohelden immer noch unwissend viel frequentiert werden.

War auch jahrelang bei Lottohelden mit Zahlungen übers Giro Konto. Mich hat meine Bank irgendwann schriftlich darüber informiert und aufgefordert die Zahlungen dort einzustellen (wegen white list), andernfalls würde man das Konto kündigen. War mir damals auch unbekannt, habs dann sofort sein gelassen und nie wieder was von gehört. Meine die Aufforderung kam aber erst nach einer größeren Auszahlung (glaube 800 € oder so).

Von daher keine Panik, oder sonst einfach mal die Bank anrufen und dort die Info hinterlassen man habe es nicht gewusst und man stellt dies sofort ein. Die wollen die Kunden i.d.R. auch nicht verlieren.

Hi. Danke für deinen Beitrag. Aber wie kann es sein, dass sie den Fall dann doch nicht melden. Ich dachte immer, die Bank wäre bei jedem Verdacht dazu verpflichtet zu melden? Wieso bleibt es dann bei manchen nur bei einer Verwarnung? Und muss der Gewinn komplett an den Staat zurückgezahlt werden?
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#4
(28.11.2024, 21:50)Brokerjays schrieb: Denke das kommt aktuell mehrfach bei jeder Bank vor, da Lottoland und früher Lottohelden immer noch unwissend viel frequentiert werden.

War auch jahrelang bei Lottohelden mit Zahlungen übers Giro Konto. Mich hat meine Bank irgendwann schriftlich darüber informiert und aufgefordert die Zahlungen dort einzustellen (wegen white list), andernfalls würde man das Konto kündigen. War mir damals auch unbekannt, habs dann sofort sein gelassen und nie wieder was von gehört. Meine die Aufforderung kam aber erst nach einer größeren Auszahlung (glaube 800 € oder so).

Von daher keine Panik, oder sonst einfach mal die Bank anrufen und dort die Info hinterlassen man habe es nicht gewusst und man stellt dies sofort ein. Die wollen die Kunden i.d.R. auch nicht verlieren.

Danke für die Antwort. Denkst du es ist wirklich so sinnvoll bei der Bank anzurufen? Da weckt man doch eher schlafende Hunde wenn man selbst zugibt, dass man illegal gespielt hat
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#5
Hallo,

ich würde ganz klar NICHT die Bank anrufen.
Die Bank ist soweit ich weiß verpflichtet dass dann weiter zu melden, was die Chance steigen lässt, dass du Probleme bekommst.
Siehe Lottoland Wikipedia, Markierung von mir: " Jede Bank, die eine Trnsaktion im Zusammenhang mit einer Auszahlung von Gewinnsummen bemerkt, muss einen Verdacht nach Geldwäschegesetz melden."


Wenn du Bedenken hast einfach ab jetzt Lottoland nicht mehr nutzen.

Weswegen nicht alles verfolgt wird hat aus meiner Sicht am wahrscheinlichsten folgende Kombination aus Gründen:
* Die Banken haben auch keine Lust auf den ganzen Kram. Daher machen sie nur Stichprobenprüfungen bei einzelnen Transaktionen
* Ich glaube in einem anderen Thread hatte Lottoexperte oder so mal gesagt, dass Lottoland ihre Bank von Malta nach Zypern umgezogen hat. Ggf. macht das einen Unterschied
* Das ganze ist zwar illegal nach deutschem Recht, aber dieses steht anscheinend im Widerspruch zu europäischen Recht (siehe Lottolandd Wikipedia), weswegen Rechtsprechungen nicht immer einfach dabei sind... auch hier wieder: Die Bank hat darauf wahrscheinlich auch keine Lust in solche Verfahren mit verwickelt zu werden und wird nur das notwendigste tun (--> Banken führen Stichproben durch, keine automatisierte 100%ige Abdeckung)


Also, von meiner Laien-Einschätzung würde ich extremst davon abraten dich selber bei der Bank diesbezüglich zu melden.
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#6
(05.12.2024, 13:22)Agoro schrieb: Hallo,

ich würde ganz klar NICHT die Bank anrufen.
Die Bank ist soweit ich weiß verpflichtet dass dann weiter zu melden, was die Chance steigen lässt, dass du Probleme bekommst.
Siehe Lottoland Wikipedia, Markierung von mir: " Jede Bank, die eine Trnsaktion im Zusammenhang mit einer Auszahlung von Gewinnsummen bemerkt, muss einen Verdacht nach Geldwäschegesetz melden."


Wenn du Bedenken hast einfach ab jetzt Lottoland nicht mehr nutzen.

Weswegen nicht alles verfolgt wird hat aus meiner Sicht am wahrscheinlichsten folgende Kombination aus Gründen:
* Die Banken haben auch keine Lust auf den ganzen Kram. Daher machen sie nur Stichprobenprüfungen bei einzelnen Transaktionen
* Ich glaube in einem anderen Thread hatte Lottoexperte oder so mal gesagt, dass Lottoland ihre Bank von Malta nach Zypern umgezogen hat. Ggf. macht das einen Unterschied
* Das ganze ist zwar illegal nach deutschem Recht, aber dieses steht anscheinend im Widerspruch zu europäischen Recht (siehe Lottolandd Wikipedia), weswegen Rechtsprechungen nicht immer einfach dabei sind... auch hier wieder: Die Bank hat darauf wahrscheinlich auch keine Lust in solche Verfahren mit verwickelt zu werden und wird nur das notwendigste tun (--> Banken führen Stichproben durch, keine automatisierte 100%ige Abdeckung)


Also, von meiner Laien-Einschätzung würde ich extremst davon abraten dich selber bei der Bank diesbezüglich zu melden.

Danke.. verstehst du dann aber wieso manche gemeldet werden und manche nicht ? Die Bank würde sich doch strafbar machen, wenn sie es nicht weiterleiten?
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#7
Ich habe 0 Einblick in den Bankensektor.
Folgender Text erscheint mir schlüssig, wurde allerdings mit ChatGPT erstellt. D.h. fragliche Quelle!
Besser kann ich es mir aber auch nciht erklären.

Einzelfallprüfung und kein pauschales Urteil
  • Banken dürfen nicht pauschal jede Transaktion eines Kontos als verdächtig einstufen, solange es keine konkreten und wiederholten Hinweise gibt, dass dieses Konto in illegale Aktivitäten involviert ist.
  • Ohne eindeutige Beweise für systematische Verstöße, wie z. B. Verbindungen zu illegalem Glücksspiel oder Geldwäsche, könnten solche pauschalen Maßnahmen als diskriminierend oder unverhältnismäßig angesehen werden.

2. Risikobasierter Ansatz
  • Banken arbeiten nach dem sogenannten risikobasierten Ansatz, der im Geldwäschegesetz (GwG) vorgeschrieben ist. Das bedeutet:
    • Nicht jede Transaktion wird automatisch überwacht.
    • Nur bei verdächtigen Mustern oder ungewöhnlichen Aktivitäten (z. B. ungewöhnlich hohe Beträge, häufige Einzahlungen von einem Konto mit zweifelhaftem Hintergrund) greift das Überwachungssystem.
  • Beispiel: Wenn ein Konto bei einer verdächtigen Glücksspielplattform geführt wird, könnte die Bank dieses Konto genauer beobachten, aber sie wird nicht zwangsläufig alle Transaktionen blockieren.

3. Fehlende vollständige Transparenz
  • Banken haben oft nicht alle Informationen über die Herkunft des Geldes oder den Kontext der Transaktion. Ohne klare Indizien, dass das Geld aus illegalen Aktivitäten stammt, können sie die Transaktionen nicht automatisch blockieren oder kritisch einstufen.
  • Ein Konto könnte auch legitime Transaktionen durchführen, die nicht mit illegalem Glücksspiel zusammenhängen.

4. Technische und rechtliche Grenzen
  • Technische Aspekte: Banken überwachen Milliarden von Transaktionen, und es ist schwer, jede einzelne Zahlung eines bestimmten Kontos zu verfolgen oder zu blockieren.
  • Rechtliche Aspekte: Die Bank könnte rechtlich haftbar gemacht werden, wenn sie Transaktionen grundlos blockiert und sich später herausstellt, dass keine illegalen Aktivitäten vorlagen.

5. Zusammenarbeit mit Behörden
  • Statt jede Transaktion zu blockieren, meldet die Bank verdächtige Aktivitäten an die Financial Intelligence Unit (FIU). Es liegt dann bei den Behörden, Maßnahmen gegen das betreffende Konto zu ergreifen, wie z. B. Kontosperrungen oder Ermittlungen.
  • Eine Transaktion allein reicht oft nicht aus, um gegen ein Konto vorzugehen. Es müssen erst Beweise gesammelt und rechtliche Schritte eingeleitet werden.
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#8
oups und schon hat sich der Betritt in dieses Forum gelohnt.
Ich wollte auch bei Lottoland spielen. Ich weiß dass die
keine Lizenz haben, ich dachte halt u.U. hat man keinen
Anspruch auf einen Gewinn. Auf Grund dieses Themas
habe ich gegoogelt und werde schön die Finger davon
lassen nachdem ich das gefunden habe:

Machen sich Spieler bei Lottoland und Co. strafbar?
Neben den Veranstaltern von Schwarzen Lotterien müssen auch Spieler mit einer Verfolgung rechnen. Der Grund dafür ist § 285 des Strafgesetzbuches. 
Dieser Paragraf stellt die Teilnahme am unerlaubten Glücksspiel unter Strafe.

Auf die Spur der Glücksspielteilnehmer kommen die Strafverfolgungsbehörden u. a. durch Hinweise von Banken. Der Grund: illegales Glücksspiel gilt bei Ermittlern als mögliche Vortat zur Geldwäsche. 
Finanzinstitute, die eine Transaktion in diesem Zusammenhang auf dem Konto eines Kunden feststellen, sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet, den Verdacht bei den Behörden zu melden. 
Dabei kann es sich durchaus auch um kleine Beträge handeln. So kann man schon mit einem kleinen Lottogewinn von z. B. 25,00 Euro ins Visier der Polizei geraten.


In der Haut von Mikelknight2024 möchte ich nicht stecken.

Tipp: wenn es klingelt schau lieber erst mal durchs Fenster ob nicht die Männlein
mit den blauen Mützen vor Deiner Tür stehen!
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#9
... also mein Anwalt hat mir erklärt, dass das Abbuchen vom Konto noch kein Tatbestand darstellt, weil scheinbar nur die Teilnahme am Spiel strafbar ist aber nicht das Einzahlen. Was anderes ist der Eingang der Gewinne aufs Konto, da wird von den Banken gecheckt, wo es herkommt und bei Beträgen über 10k wird es automatsich gemeldet.
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#10
(11.12.2024, 11:29)User_47055 schrieb: oups und schon hat sich der Betritt in dieses Forum gelohnt.
Ich wollte auch bei Lottoland spielen. Ich weiß dass die
keine Lizenz haben, ich dachte halt u.U. hat man keinen
Anspruch auf einen Gewinn. Auf Grund dieses Themas
habe ich gegoogelt und werde schön die Finger davon
lassen nachdem ich das gefunden habe:

Machen sich Spieler bei Lottoland und Co. strafbar?
Neben den Veranstaltern von Schwarzen Lotterien müssen auch Spieler mit einer Verfolgung rechnen. Der Grund dafür ist § 285 des Strafgesetzbuches. 
Dieser Paragraf stellt die Teilnahme am unerlaubten Glücksspiel unter Strafe.

Auf die Spur der Glücksspielteilnehmer kommen die Strafverfolgungsbehörden u. a. durch Hinweise von Banken. Der Grund: illegales Glücksspiel gilt bei Ermittlern als mögliche Vortat zur Geldwäsche. 
Finanzinstitute, die eine Transaktion in diesem Zusammenhang auf dem Konto eines Kunden feststellen, sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet, den Verdacht bei den Behörden zu melden. 
Dabei kann es sich durchaus auch um kleine Beträge handeln. So kann man schon mit einem kleinen Lottogewinn von z. B. 25,00 Euro ins Visier der Polizei geraten.


In der Haut von Mikelknight2024 möchte ich nicht stecken.

Tipp: wenn es klingelt schau lieber erst mal durchs Fenster ob nicht die Männlein
mit den blauen Mützen vor Deiner Tür stehen!

Ich denke eine Hausdurchsuchung ist etwas weit gegriffen oder ?
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