(24.05.2026, 11:27)Ecart schrieb: (24.05.2026, 11:15)Gagga schrieb: Realquoten gibt es wegen Feiertag - für Deutschland nach wie vor beschämend - erst am Dienstag.
Wir hier als "Lotto-Fach Forum" sollten dies immer wieder anmahnen!
16 unterschiedliche Bundesländer ist kein Argument!
Lotto Belgien macht es immer wieder vor => maximall 120 Minuten später! 
Noch peinlicher als der Vergleich mit Lotto Belgien ist der Vergleich mit der Organisation von Eurojackpot, das in 19 Ländern gespielt wird und dessen Quoten ebenfalls spätestens nach zwei Stunden feststehen. Habe mich bereits mehrfach an die hiesigen Verantworlichen gewandt. Zuletzt hat mir die Glückswerkstatt von Lotto Bayern ausführlich geantwortet - immerhin!
Ein Auszug:
Zitat:In der Glückswerkstatt führen wir regelmäßig Umfragen zu unterschiedlichen Produkten und Services durch. Da wir in Bayern federführend für die GlücksSpirale und die Sieger-Chance verantwortlich sind, bestand im vergangenen Jahr insbesondere für diese Angebote ein größerer Befragungsbedarf. Gleichzeitig sind uns selbstverständlich auch alle anderen Produkte wichtig.
Änderungen an Produkten – ebenso wie technische Weiterentwicklungen, etwa eine schnellere Gewinnquotenermittlung – müssen stets gemeinsam mit allen Landeslotteriegesellschaften sowie mit dem Vertrieb abgestimmt und umgesetzt werden. Dadurch entstehen zwangsläufig längere Abstimmungs- und Umsetzungsprozesse. Mit der Glückswerkstatt möchten wir gezielt die Stimme unserer Kundinnen und Kunden in diese Entscheidungsprozesse einbringen. Die Ergebnisse der TOTO-Umfrage werden beispielsweise von den zuständigen Kolleginnen und Kollegen in die nächste bundesweite TOTO-Sitzung eingebracht.
Übrigens: Im letzten Glückswerkstatt-Newsletter, in dem wir regelmäßig Ergebnisse aus unseren Befragungen teilen, haben wir auch den Wunsch nach schneller verfügbaren Gewinnquoten aufgegriffen. Dazu hatten wir geschrieben: „Wir arbeiten daran. Da auch hier alle deutschen Lotteriegesellschaften beteiligt sind und ein hoher technischer Aufwand dahintersteckt – schließlich müssen die Gewinne in allen Klassen über 16 Gesellschaften hinweg sicher ermittelt werden – wird die Umsetzung noch etwas Zeit in Anspruch nehmen."
Dort scheint man ernsthaft anzunehmen, dass es heutzutage noch irgendjemandem imponiert, wenn ein paar Millionen Zahlen zu addieren sind und durch x und y geteilt werden müssen.
So sehr der öffentliche Dienst immer gescholten wird, aber der war bereits in den 70er Jahren schlauer, erkannte die künftigen technischen Herausforderungen im EDV-Bereich, die drohenden Belastungen für die öffentlichen Haushalte (Kassen) und fasste 1979 die sog. Kieler Beschlüsse.
In Kurzfassung (Quelle: Auszug aus
egovernment.de)
Zitat:Die Kieler Beschlüsse bestehen aus zwei Bausteinen:
Erst wurde ein gemeinsamer Rat aus Bund, Ländern und Kommunen konstituiert, der sich dauerhaft um die Frage der EDV-Ausstattung der staatlichen Einrichtungen kümmern sollte. Dieser Rat wurde später zum IT-Planungsrat fortentwickelt.
Zweitens wurde eine „Kann, aber muss nicht“-Regelung eingeführt. Der Bund kann Software an die Länder und die Kommunen weitergeben. Die unteren Einheiten müssen diese jedoch nicht annehmen. Alle anderen Richtungen sind ebenfalls denkbar: Länder und Kommunen können weitergeben, müssen (anders als der Bund) aber nicht. Grundsätzlich soll die Weitergabe kostenlos erfolgen.
So verantwortungsvoll will und muss man wohl in den 16 deutschen Lotteriegesellschaften nicht vorgehen.