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Dabei seit: 06 Oct, 2017
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Lampe Analyse und Auswertung der Spielangebote von Lottohelden Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Nach eingehender Analyse nahezu aller Spielangebote von Lottohelden (Stand: 01.01.2018), möchte ich mit diesem Beitrag einen kleinen Einblick hinter die Kulissen dieser Glücksspiele geben und meine Einschätzungen dazu abgeben, welche dieser Spiele sich lohnen, welche man besser meiden sollte und wie die Preise bei anderen Anbietern aussehen bzw. wo man dieselben Lotterien günstiger spielen kann. Da ich von keinem Lotterieanbieter Provisionen für die Vermittlung von Lottotipps erhalte und auch für diesen Beitrag nicht bezahlt wurde, kann ich somit auch die Nachteile bestimmter Lotterien völlig offen ansprechen (die selbstverständlich nicht auf der Homepage von Lottohelden oder auch anderen Lotterieseiten genannt werden) und eine neutrale Einschätzung zum Vorteil des Kunden (und nicht zum Vorteil für mich oder Lottohelden) abgeben. Einleitend sei noch erwähnt, dass ich mit diesem Beitrag keine Empfehlung für irgendein bestimmtes Spielangebot abgeben möchte. Denn ganz unabhängig davon wie hoch die Ausschüttungsquoten auch sein mögen, so verliert man doch langfristig gesehen in den allermeisten Fällen bei jedem Glücksspiel Geld. Mit diesem Beitrag möchte ich daher lediglich aufzeigen, bei welchen Spielen man längerfristig rein mathematisch betrachtet die größten bzw. geringsten Verluste zu beklagen hat:


1. MiniLotto:

Beim Spiel MiniLotto ist Lottohelden eine sehr faire und damit deutlich bessere Version als beim polnischen Original gelungen, von dem auch die Gewinnzahlen übernommen werden. Die Ausschüttungsquote liegt bei relativ guten 61,8 % und ist damit knapp 24 % höher als beim Original und bei den meisten anderen Lotterien, bei denen die Ausschüttungsquote in der Regel nur bei 50 % liegt. Auch die Gewinnchancen sind durch die Einführung einer zusätzlichen Gewinnklasse von 1 zu 124 auf 1 zu 10 deutlich gestiegen. Ein Tipp kostet gerade einmal 0,50 Euro und ist damit so günstig wie bei kaum einer anderen Lotterie. Im direkten Vergleich mit der Zusatzlotterie Super 6 (für 1,25 Euro), bei der man in der höchsten Gewinnklasse ebenfalls 100.000 Euro gewinnen kann, ist der Tipp bei MiniLotto nicht nur 60 % günstiger, sondern auch die Gewinnchancen sind um über 17,5 % höher (1000000/850668). Dadurch ist zwar der Anteil der Ausschüttungsquote, der in die höchste Gewinnklasse fließt, relativ hoch, doch aufgrund der insgesamt recht hohen Ausschüttungsquote bleibt dennoch ein im Vergleich zu anderen Lotterien recht angemessener Prozentsatz für die unteren Gewinnklassen übrig.

Das MiniLotto bei Lottoland sollte man übrigens nicht spielen. Die Gewinne orientieren sich hier am Original in Polen, bei dem nur 50 % der Spieleinsätze wieder an die Spieler ausgeschüttet werden. Darüber hinaus kostet der Tipp in Polen 1,25 Zloty, was nach aktuellem Umrechnungskurs ca. 0,30 Euro entspricht. Da Lottoland 0,40 Euro pro Tipp verlangt, reduziert sich dadurch die tatsächliche Ausschüttungsquote auf nur noch 37,5 %, was deutlich weniger ist als die 61,8 % bei Lottohelden.


2. MiniLos

Mit einer Ausschüttungsquote von 61,6 % ist MiniLos (knapp hinter MiniLotto) die Lotterie mit der zweithöchsten Ausschüttungsquote aller Lotterien von Lottohelden, die zudem auch noch recht gleichmäßig auf die einzelnen Gewinnklassen verteilt wurde, was schon einmal sehr positiv zu werten ist. Im Gegensatz zu der fast identischen Zusatzlotterie Super 6 kann man hier sogar mit den richtigen Anfangszahlen gewinnen. Die Chancen auf den Höchstgewinn von 100.000 Euro sind dadurch zwar auch nicht höher, aber dafür kostet jeder Tipp nur 1 Euro und damit 20 % weniger als bei der Zusatzlotterie Super 6. Ein weiterer Vorteil ist, dass obwohl dies eine von Lottohelden selbst erfundene Lotterie ist, keine eigenen Zahlen von Lottohelden generiert werden, sondern (wie übrigens auch bei allen anderen Lotterien von Lottohelden) auf die Gewinnzahlen einer von Lottohelden unabhängigen Lotteriegesellschaft zurückgegriffen wird. Bei MiniLos sind es die ersten sechs Zahlen der zweimal täglich in Polen stattfindenden Ziehung "Super Szansa".


3. SonntagsLotto

Auch bei dieser Lotterie ist der Preis absolut fair und kostet mit 1,50 Euro genau so viel wie beim Originalspiel "El Gordo de la primitiva" in Spanien (während zum Beispiel bei Lottoland jeder Tipp 1,75 Euro kostet). Die Gewinnausschüttung ist ebenfalls mit dem Original identisch. Dadurch liegt die durchschnittliche Ausschüttungsquote bei 54,4 % und ist damit zwar höher als bei den meisten anderen Lotterien, allerdings hat man davon in der Regel nicht sehr viel, weil ein Großteil davon (wie insbesondere auch bei EuroJackpot, EuroMillions, GlücksSpirale Jahresrente und WorldMillions) in die Gewinnklassen fließt, die am unwahrscheinlichsten zu erreichen sind. Dadurch bleibt nur noch wenig für die Gewinnklassen übrig, bei denen man relativ häufig gewinnt, so dass bei solchen Lotterien mit der Zeit größere Verluste drohen. Dennoch möchte ich fairerweise noch erwähnen, dass wenn man die Ausschüttungsquoten von allen Gewinnklassen zusammenzählt, die mit einer Chance von lediglich 1 zu 300 erreicht werden, SonntagsLotto mit 25,6 % sogar noch etwas besser abschneidet als beispielsweise das deutsche Lotto 6 aus 49, das nur auf 23,3 % kommt. Die Wahrscheinlichkeit auf einen Gewinn ist mit 1 zu 6,4 im Vergleich zu anderen Lotterien zwar sehr hoch, allerdings gewinnt man in den meisten Fällen lediglich seinen Spieleinsatz wieder zurück.


4. Cash4Life

Im Vergleich zu Lottoland und Tipp 24 ist nicht nur der Spieleinsatz mit 2 Euro (statt 2,50 Euro) um 20 % günstiger, sondern auch die Auszahlungen in den Gewinnklassen 3 (2000 statt 200 Euro), 4 (500 statt 100 Euro), 5 (100 statt 40 Euro) und 8 (4 statt 3 Euro) sind deutlich besser. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass das Original immer noch besser ist, da in den USA (im Verhältnis zum Spieleinsatz) in den Gewinnklassen 3 (1250-fachen statt 1000-fachen Einsatz) und 6 (12,5-fachen statt 10-fachen Einsatz) der Gewinn um 25 % höher ist und man in der Gewinnklasse 2 den 500-fachen Einsatz sogar jede Woche statt nur jeden Monat ausbezahlt bekommt (siehe hier). Gemessen an der Cash-Option für die ersten beiden Gewinnklassen beim Original beträgt dort die Ausschüttungsquote 52,4 %. Angepasst auf die Gewinnauszahlungen bei Lottohelden kommt man hingegen nur noch auf eine Ausschüttungsquote von 46,3 % (bei Lottoland liegt diese sogar bei unverschämt niedrigen 32,4 %). Wenn man jedoch bedenkt, dass Lottohelden derzeit drei Lotterien mit höheren Ausschüttungsquoten als 52,4 % anbietet, sollte es wohl auch hier kein großes Problem sein auch noch diese fehlenden 6 % zum Original zu stemmen.


5. Lotto 6 aus 49, Keno und EuroJackpot

Von allen Lotterieangeboten von Lottohelden sind diese drei die einzigen, bei denen einen Scheingebühr erhoben wird. Diese ist zwar mit 20 Cent günstiger als bei Tipp 24 und bei vielen anderen Anbietern, bei Lottoland können diese Lotterien jedoch ohne Scheingebühren gespielt werden, sobald man im Menü rechts unten die Sprache von Deutsch auf Englisch umstellt (das weiß in der Regel bloß niemand, wodurch alle deutschsprachigen Kunden benachteiligt werden, was meiner Meinung nach eine richtig dreiste Abzocke von Lottoland darstellt). Die Ausschüttungsquote liegt bei diesen Lotterien bei rund 50 % (inkl. Scheingebühr sogar darunter).

Meine Empfehlung wäre daher die Scheingebühren grundsätzlich auch bei diesen drei Lotterien abzuschaffen, damit Lottoland (für alle die englisch sprechen können) nicht günstiger ist. Wenn man schon bei den Lotterien MiniLotto, MiniLos und Sonntagslotto keine Scheingebühr erhebt, obwohl dort die Ausschüttungsquoten höher sind, dann sollte man fairerweise auch hier auf die Scheingebühren verzichten. Diese Gebühren werden zudem (wie der Name schon richtig andeutet) tatsächlich auch nur zum "Schein" erhoben, da die Tippscheinabgabe bei diesen Lotterien den Veranstalter natürlich ebenso wenig kostet, wie bei allen anderen kostenfreien Tippscheinen. Denn bei allen Lotterieangeboten von Lottohelden werden schließlich nur Wetten auf das Ergebnis einer Lotterieziehung abgeschlossen. Man nimmt somit gar nicht direkt an der Lotterie teil. Folglich hat Lottohelden als Wettanbieter auch keine Aufwendungen für die Vermittlung einer Spielteilnahme an der beworbenen Lotterieveranstaltung zu leisten. Der wahre Grund warum Lottohelden bei diesen drei Lotterien eine Gebühr verlangt liegt höchstwahrscheinlich daran, weil jeder der am Kiosk daran teilnimmt auch eine Zusatzgebühr zu bezahlen hat und Lottohelden daher offenbar keinen Grund sieht eine Spielteilnahme über ihre Internetseite ohne diese "Gebühren" anzubieten.

Obwohl die Gesamtausschüttungsquote bei allen drei Lotterien die gleiche ist, scheint Keno dennoch die beste Wahl zu sein, da hier ein Großteil der Ausschüttungsquote in die unteren Gewinnklassen fließt, die am wahrscheinlichsten zu erreichen sind. Allerdings bietet Lottoland mit "Keno 24/7" eine noch bessere Keno-Variante an, bei der die Ausschüttungsquoten je nach Keno-Typ zwischen 65 % und sogar 75 % liegen (mehr Informationen dazu findet ihr in meinem Beitrag hier). Bei der Lotterie EuroJackpot fließt dagegen fast 60 % der Gewinnausschüttung in die Gewinnklassen, die mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger als eins zu drei Millionen erreicht werden, weshalb man auf eine Spielteilnahme eher verzichten sollte, da hier langfristig die größere Verluste zu erwarten sind.

Die Zusatzlotterien Plus 5 (über Keno) sowie Super 6 und Spiel 77 (über Lotto 6 aus 49) werden ohne Zusatzgebühren angeboten und können dadurch zwar nirgendwo günstiger gespielt werden, allerdings sind diese Zusatzlotterien mit Ausschüttungsquoten von unter 50 % (Plus 5 = 48,7 % / Super 6 = 44,7 % / Spiel 77 = 42,4 %) auch nicht gerade empfehlenswert.


6. EuroMillions

Der Preis pro Tipp ist mit 2,75 Euro zu hoch angesetzt. Dies ist zwar immer noch günstiger als beispielsweise bei Tipp24 aber immer noch um 25 % teurer als im Vergleich zu Win2day oder auf lottoland.at, wo jeder Tipp nur 2,20 Euro kostet. Auf lottoland.pt und lottoland.ie kostet der Tipp sogar nur 2 Euro (auch hier ist Lottoland nicht fair, denn jeder der über die Standardseite lottoland.com die Lotterie EuroMillions spielen möchte, wird mit 2,95 Euro deutlich stärker zur Kasse gebeten, so dass man sich als Kunde dann schon fragen muss, wie seriös ein Unternehmen noch sein kann, das das gleiche Produkt zu unterschiedlichen Preisen anbietet, offenbar je nach Nationalität des Kunden). Selbst bei TheLotter kostet der Tipp maximal 2,40 Euro. Die Einführung der zusätzlichen Gewinnklasse, bei der man bereits mit "0 Zahlen + 2 Sternen" seinen Einsatz zurückbekommt ist sicherlich eine gute Idee gewesen, allerdings ändert dies nichts an dem teurer Preis, da die Gewährleistung dieser Zusatzchance im Schnitt nur 2,4 Cent (275/114) pro Tipp kostet.

Mein Vorschlag wäre daher den Preis pro Tipp um mindestens 50 Cent auf 2,25 Euro zu reduzieren, damit Lottohelden auch bei dieser Lotterie zu den günstigeren Anbietern zählt. Abgesehen davon wäre durch diese Reduzierung des Spieleinsatzes das Spiel für Lottohelden in finanzieller Hinsicht immer noch genau so attraktiv, wie beispielsweise die Lotterie EuroJackpot, bei der genau 1 Euro pro Tipp in den "Gewinntopf" wandert (siehe hier - § 8.1 + § 18.1). Bei der Lotterie EuroMillions sind es 1,10 Euro (siehe hier - Kapitel 7.1). Wenn also bei der Lotterie EuroJackpot der Spieleinsatz mit 2 Euro doppelt so hoch ist wie die durchschnittliche Gewinnausschüttung, wäre es also nur fair auch bei der Lotterie EuroMillions den Spieleinsatz mit 2,25 Euro lediglich doppelt so hoch anzusetzen. Beim aktuellen Preis liegt die Ausschüttungsquote nämlich nur bei geringen 40,9 %, von der zudem noch über die Hälfte in die Gewinnklassen fließt, bei denen die Chancen schlechter als eins zu sechs Millionen liegen. Auf eine Spielteilnahme an EuroMillions sollte man daher klugerweise verzichten, insbesondere beim aktuellen Preis von 2,75 Euro bei Lottohelden.


7. GlücksSpirale

Bei dieser Lotterie berechnet Lottohelden eine ungerechtfertigte Extragebühr in Höhe von 0,20 Euro, die diesmal sogar nicht nur pro Schein, sondern sogar für jede einzelne Losnummer zu bezahlen ist. Lottoland bietet dieses Spiel als Zusatzlotterie über den Spielschein von Lotto 6 aus 49 im Gegensatz zu Lottohelden ohne eine Extragebühr an (diesmal sogar für alle Kunden). Ebenfalls negativ ist die sehr geringe Ausschüttungsquote von nur noch 39 % (bei Sofortauszahlung von 2,1 Millionen Euro in der höchsten Gewinnklasse). Bei dieser ohnehin schon geringen Quote ist eine Extragebühr, die diese sogar noch stärker reduziert, sehr unfair gegenüber dem Kunden und sollte daher bei diesem Spiel erst recht abgeschafft werden. Dies gilt insbesondere bei der Spielteilnahme über den Tippschein von Lotto 6 aus 49, da dort bereits schon eine "Scheingebühr" von 0,20 Euro erhoben wird. Viele Landeslotterien wie beispielsweise lotto-bw.de oder lotto-bremen.de (hier liegt die Scheingebühr sogar nur bei 0,10 Euro) verzichten ebenfalls auf eine Extragebühr bei der GlücksSpirale, wenn diese in Kombination mit Lotto 6 aus 49 gespielt wird. Etwas Geld kann man sich jedoch dadurch sparen, wenn man anstelle von 5 Losnummern für eine Ziehung, besser nur eine Losnummer auswählt und dafür an 5 Ziehungen teilnimmt (also bei Wochenlaufzeit 5 Wochen auswählt), da zumindest bei mehrmaligen Spielteilnahmen die Extragebühr nicht erhoben wird, so dass man in diesem Fall beim ganzen Los nur 25,20 Euro statt 26,00 Euro zahlen muss.


8. GlücksSpirale Jahresrente

Schon der Name dieser Lotterie ist nicht gut gewählt. Dieses Spiel ähnelt nicht sehr der originalen GlücksSpirale, abgesehen davon, dass man in der höchsten Gewinnklasse eine Jahresrente erhält. Doch man kann nicht wirklich von einer Rente sprechen, wenn diese nur für 12 Monate ausbezahlt wird. Und ob man nun 12 Monate lang 5.000 Euro ausbezahlt bekommt oder der Gewinn von 60.000 Euro auf einmal gezahlt wird (was ja ebenfalls angeboten wird), macht kaum einen Unterschied.

Doch ganz abgesehen von der Aussicht auf einen "Rentengewinn", ist das Los dieser Lotterie nur fünf- statt siebenstellig und es werden auch nicht 8 verschiedene Gewinnnummern gezogen, sondern die Gewinne orientieren sich wie zum Beispiel beim Spiel 77 an einer einzigen Losnummer und zwar ausgerechnet an der, mit dem das Spiel am allermeisten gemeinsam hat, nämlich mit der Keno-Zusatzlotterie Plus 5. Alle Gewinnwahrscheinlichkeiten und sogar die Gewinnauszahlungen in den Gewinnklassen 2 bis 4 sind exakt mit dem Spiel Plus 5 identisch. Der Preis ist jedoch mit 2,50 Euro mehr als dreimal so teuer wie beim Original, das man bereits für 0,75 Euro zusätzlich spielen kann. Und während man beim Original in der untersten Gewinnklasse fast das Dreifache zurückgewinnt, ist es bei dieser Lotterie gerade einmal der Spieleinsatz.

Warum hat man sich bei der Namensgebung dieser Lotterie nicht gleich an dem Spiel Plus 5 orientiert, sondern an der GlücksSpirale? Ich würde einfach mal behaupten, dass es daran liegt, dass man in diesem Fall auch die schlechte Ausschüttungsquote von nur 38,4 % rechtfertigen könnte, die sogar noch schlechter aber fast genau dieselbe ist wie bei den 39 % der GlücksSpirale, während es immerhin 48,7 % beim Spiel Plus 5 sind.

Um auch hier den Spielern ein kundenfreundliches Lotterieangebot präsentieren zu können, sollte die Ausschüttungsquote, wie auch bei den beiden anderen von Lottohelden erfundenen Lotterien MiniLos und MiniLotto, auf rund 60 % erhöht werden. Dazu könnte man beispielsweise die Gewinnauszahlungen in den Gewinnklassen 2 bis 4 um das fünffache anheben (oder alternativ die Gewinnauszahlung in der Gewinnklasse 5 verdoppeln und in den Gewinnklassen 2 bis 4 verdreifachen).


9. WorldMillions

Diese Lotterie hat eine außerordentlich schlechte Ausschüttungsquote von gerade einmal 24,85 % (ohne Sonderauslosungen). Damit ist dies die mit Abstand schlechteste Lotterie von Lottohelden, bei der langfristig gesehen die größten Verluste zu erwarten sind. Weltweit gibt es nur sehr wenige Lotterien mit einer ähnlich niedrigen Ausschüttungsquote. Die Auszahlungsbeträge wurden dabei einfach nur vom Erfinder der Lotterie (Lottoland) übernommen, mit der einzigen Ausnahme, dass bei den Donnerstagsziehungen die Lotteriekosten und Gewinne nicht halbiert wurden.

Auch handelt es sich bei dieser Lotterie weder um ein "innovatives Spielkonzept" noch um eine "Lotto-Revolution" mit der diese beworben wird, da es sich um exakt das gleiche Spielprinzip wie bei den Zusatzlotterien Plus 5, Super 6 und Spiel 77 handelt, nur dass eben noch eine achte Stelle hinzugefügt wurde und sichergestellt wird, dass kein Tipp doppelt abgegeben wird. Beim Spiel 77 bekommt man in der untersten Gewinnklasse zumindest noch das Doppelte des Einsatzes zurück - bei WorldMillions ist es nur der Spieleinsatz. Eine Gewinnklasse höher gewinnt man beim Spiel 77 sogar fast das Siebenfache des Einsatzes - bei WorldMillions dagegen ist es gerade einmal das 1,5-fache. In den vier nächsthöheren Gewinnklassen gewinnt man gemessen am Spieleinsatz beim Spiel 77 mehr als das Dreifache und noch eine Gewinnklasse höher sogar durchschnittlich mehr als das Siebenfache (bei einer sogar noch rund 11 % besseren Gewinnchance).

Lottohelden sollte auch bei dieser Lotterie bessere Gewinnauszahlungen als Lottoland anbieten, wie es bereits bei MiniLotto und Cash4Life der Fall ist. Mein Vorschlag wäre, die Ausschüttungsquote auf mindestens 55 % anzuheben, damit diese zumindest um ein Zehntel höher ist als beispielsweise bei Keno, Lotto 6 aus 49 oder EuroJackpot und man diese Lotterie dann auch gerechterweise als etwas "Besseres" anpreisen kann. Dazu könnte man den Gewinn in Gewinnklasse 8 verdoppeln, in Gewinnklasse 7 auf 5 Euro (statt 1,50 Euro) anheben (bei einem Spieleinsatz von 1 Euro) und in den Gewinnklassen 6 bis 2 sogar verfünffachen.


10. El Gordo - Spanische Weihnachtslotterie (Lotterieangebot erst am Jahresende verfügbar)

In der Spielbeschreibung wird das Spiel damit beworben, dass "70 % der eingebrachten Spieleinsätze wieder an die Teilnehmer ausgeschüttet" werden und dies "bedeutend höher als bei anderen Lotterien" sei. Das ist soweit zwar richtig, allerdings gibt es das Zehntellos in Spanien für 20 Euro, was der Ausgangsbetrag zur Berechnung der Ausschüttungsquote von 70 % ist. Auf der Seite von Lottohelden kostet selbst ein ganzes Los schon 249,99 Euro, was einer Ausschüttungsquote für den Spieler von nur noch 56 % entspricht. Diese reduziert sich umso mehr, je stärker das Los geteilt wird (halbes = 46,7 % / fünftel = 43,1 % / zehntel = 40 % / zwanzigstel = 35 % / fünfzigstel = 31,1 %).

Nur das ganze Los würde sich somit noch halbwegs rentieren. Doch aufgrund des hohen Preises kann auch dieses nicht empfohlen werden. Da auch kaum jemand bereit ist soviel Geld für eine Lotterie auszugeben, liegt die Ausschüttungsquote bei allen Spielern, die einen Anteilsschein über Lottohelden kaufen, bei unter 50 %, was verglichen zum Original nicht mehr angemessen und sogar schlechter als bei fast allen staatlich angebotenen Lotterien ist. Abgesehen vom ganzen Los sollten daher alle anderen Losanteile von Lottohelden auf keinen Fall gespielt werden, da hier (ebenso wie bei den Scheingebühren, der Extragebühr bei der GlücksSpirale und den meisten Spielgemeinschaften) Zusatzpreise erhoben werden, für die es nicht den geringsten Grund gibt und somit nicht einmal ansatzweise gerechtfertigt sind (zumal Lottohelden lediglich als Wettanbieter fungiert). Da bei einem Zehntellos auch nur ein Zehntel der Gewinne ausbezahlt werden, sollten auch die Preise im Vergleich zum ganzen Los nur bei einem Zehntel liegen (wie beispielsweise bei Unibet, wo auch die drei kleinsten Lose zumindest von Finnländern deutlich günstiger gespielt werden können) und nicht noch eine zusätzliche "Fantasiegebühr" von unverschämten 40 % auf den Zehntelpreis des ganzen Loses für Nichts erhoben werden, die beim Zwanzigstellos sogar bei 60 % und beim Fünfzigstellos bei 80 % liegt.

Beim Konkurrenten Tipp 24 gibt es das Zehntellos bereits für 25,99 Euro (statt 34,99 Euro), was einer Ersparnis von über 25 % entspricht und zu einer Ausschüttungsquote von 53,9 % (statt 40 %) führt. Auch hier wurden die Preise lediglich 1:1 von Lottoland übernommen. Das einzig "positive" ist, dass Lottohelden im Vergleich zu Lottoland seinen Kunden nicht auch noch das hundertstel Los für 5 Euro mit einer Ausschüttungsquote von nur noch 28 % zumutet. Ein weiterer negativer Aspekt dieser Lotterie ist, dass die Ziehung nur einmal im Jahr stattfindet und man somit teilweise sehr lange Wartezeiten zwischen Tippabgabe und Ziehung in Kauf nehmen muss. Es empfiehlt sich daher den Schein erst kurz vor der Ziehung abzugeben, zumal viele Anbieter in der Vorweihnachtszeit (zum Beispiel auch in Form eines Adventskalenders mit täglichen Sonderangeboten) noch einmal kräftig die Werbetrommel für diese Lotterie rühren und dabei meistens günstigere Preise angeboten werden.


11. Silvester-Millionen (Lotterieangebot erst am Jahresende verfügbar)

Diese Lotterie findet (wie auch die spanische Weihnachtslotterie) nur einmal jährlich statt. Der Spieleinsatz für eine Losnummer ist identisch mit der Originallotterie von lotto-bw.de, ebenso wie die Anzahl und Höhe der Gewinne. Bei Lottohelden hat man sogar noch den Vorteil, dass man sich seine eigene Losnummer auswählen kann, sofern diese nicht bereits von einem anderen Spieler verwendet wurde. Denn ebenfalls wie beim Original und auch bei WorldMillions wird jede Losnummer nur einmal vergeben, was aber zumindest den Vorteil hat, dass man sich den Höchstgewinn nicht mit anderen Spielern teilen muss. Da es somit insgesamt nur 1.000.000 Lose gibt, kann es sein, dass bereits vor Annahmeschluss keine Lose mehr erhältlich sind.

Die Ausschüttungsquote dieser Lotterie ist mit 60 % zwar überdurchschnittlich hoch, allerdings fließt davon 75 % und somit der größte Teil allein in die beiden höchsten Gewinnklassen, bei denen die Wahrscheinlichkeit auch nur eine davon zu erreichen schlechter als 1 zu 100.000 ist. Setzt man Gewinnchancen und Gewinnhöhe ins Verhältnis, so kommt man in der höchsten Gewinnklasse bei keiner anderen Lotterie von Lottohelden (abgesehen vom Keno Typ 2) auf ein besseres Ergebnis, da bei dieser Lotterie von allen Spieleinsätzen 40 % in die erste Gewinnklasse ausgeschüttet werden. Gerade dieser hohe Wert (ausgerechnet in der unwahrscheinlichsten Gewinnklasse) ist es letztendlich, was sowohl Lottohelden als auch nahezu alle anderen Glücksspielanbieter völlig zu Unrecht als besonders vorteilhaft für die Kunden anpreisen.

Bei fast allen Lotterieangeboten wird daher lediglich die höchste Gewinnklasse zum Vergleich mit anderen Lotterien herangezogen, während alle anderen Gewinnklassen keine große Rolle zu spielen scheinen. Man liest dann häufig, die Wahrscheinlichkeit sei X Mal besser als bei der Lotterie Y in der höchsten Gewinnklasse. Dass die Gewinnwahrscheinlichkeit für die erste Gewinnklasse aber trotzdem noch so schlecht ist, dass der Normalsterbliche diese in der Regel niemals erreichen wird, wird natürlich verschwiegen. Würde beispielsweise die Ziehung der Lotterie Silvester-Millionen nicht einmal im Jahr sondern jeden Monat stattfinden und würde man 100 Euro (also 10 Lose) pro Monat in diese Lotterie stecken, dann würde bei einer Spielteilnahme über 40 Jahre und einer Gesamtinvestitionssumme von 48.000 Euro die Chance bei lediglich 1,9 % liegen, die höchste Gewinnklasse dabei mindestens einmal zu erreichen.

Fast noch dramatischer ist jedoch die Tatsache, dass für 50.000 der insgesamt 51.009 Gewinner, die es bei dieser Lotterie geben kann (sofern alle Lose verkauft werden), nur 5 % der Spieleinsätze ausgeschüttet werden und auch die Wahrscheinlichkeit lediglich seinen Einsatz wiederzusehen gerade einmal bei 5 % liegt. Und selbst wenn man seinen Einsatz von 10 Euro zurückbekommen sollte, hat man ja unter dem Strich noch nichts gewonnen. Die Chance tatsächlich etwas zu gewinnen liegt somit nur bei 1 zu 991. Bei einer so geringen Gewinnchance (die sogar noch deutlich schlechter ist als bei allen anderen Spielangeboten von Lottohelden) sollte man sich daher gut überlegen, ob man dafür wirklich 10 Euro riskieren möchte.


12. Systemscheine, System-Anteile und Spielgemeinschaften

Systemscheine bzw. Vollsysteme werden häufig damit beworben, dass man mit diesen nicht nur bessere Chancen hat eine bestimmte Gewinnklasse zu erreichen, sondern dass man im Gewinnfall sogar Mehrfachgewinne erzielt. Davon sollte man sich jedoch nicht täuschen lassen, da die Mehrfachgewinne vollständig durch die geringere Gewinnwahrscheinlichkeit diese zu erreichen ausgeglichen werden. Wer zum Beispiel über den Systemschein von EuroMillions 6 Zahlen ankreuzt (was sechs Standardtipps entspricht), gewinnt bei 2 Richtigen insgesamt vier Mal. Dafür erhöht sich jedoch die Wahrscheinlichkeit 2 Richtige zu erreichen nur auf 1 zu 15,6 (anstelle von 1 zu 21,9 bei einem Einzeltipp). Würde man dagegen sechs zufällige Einzeltipps abgeben, bei denen es keine Mehrfachgewinne gibt, würde sich die Chance auf 2 Richtige deutlich auf 1 zu 4,1 erhöhen.

Da Vollsysteme recht teuer sind, werden häufig System-Anteile angeboten, bei denen man nur einen bestimmten Anteil am regulären Preis zu zahlen hat, dafür aber im Gewinnfall auch nur denselben Anteil am Gewinn erhält. Spielgemeinschaften sind dabei praktisch das gleiche wie System- oder Spielanteile, nur dass dort in der Regel noch unnötigerweise ein zusätzlicher Aufpreis zu bezahlen ist und meistens mehrere Lotterieanteile (teilweise auch von verschiedenen Lotterien) gleichzeitig angeboten werden (vermutlich damit der ungerechtfertigte Aufpreis, der selbstverständlich nirgendwo in der Spielbeschreibung erwähnt wird, nicht so leicht erkennbar ist). Wegen den Zusatzgebühren sind Spielgemeinschaften daher grundsätzlich nicht empfehlenswert, da diese ohne Mehrwert für den Spieler sind und häufig nur zur gierigen Bereicherung des Anbieters missbraucht werden.

Die von Lottohelden angebotenen Vollsysteme bei Lotto 6 aus 49, die Systemscheine bei EuroJackpot und EuroMillions sowie die System-Anteile dieser drei Lotterien sind insgesamt neutral zu werten, da hier erwartungsgemäß keine Zusatzgebühren erhoben werden. Die Ausschüttungsquoten in den einzelnen Gewinnklassen variieren zwar je nach gewähltem System, an der Gesamtausschüttungsquote ändert sich dadurch jedoch nichts, so dass diese Spielscheine praktisch auch keine Vorteile gegenüber dem Normalschein bieten.

Die Aufpreise für die 12 angebotenen Spielgemeinschaften von Lottohelden könnten dagegen unterschiedlicher kaum sein. Mit einem Aufpreis von "sensationellen" 58 % zum fairen Preis (berechnet von den Standardpreisen) wurde bei der Spielgemeinschaft "Euro Freitag" der Bogen eindeutig überspannt. Umso erstaunlicher ist es daher, dass bei zwei Spielgemeinschaften sogar ein Rabatt zum fairen Preis angeboten wird. Bei "EuroMillions Start" liegt dieser sogar bei 14,5 %. Da jedoch schon der Standardpreis für die Lotterie EuroMillions mit 2,75 Euro zu hoch ist, liegt die durchschnittliche Ausschüttungsquote trotz der Ermäßigung zum fairen Preis immer noch bei lediglich 47,8 %. Bei der Spielgemeinschaft "Super Samstag" liegt der Rabatt zum fairen Preis bei 12,6 %, was einer durchschnittlichen Ausschüttungsquote von 57,22 % entspricht und somit fast schon ein Geheimtipp darstellt. Mit einem Aufpreis von weniger als einem Prozent kann nur noch die Spielgemeinschaft "Lotto Exklusiv" als fair bewertet werden, während man um die anderen Spielgemeinschaften von Lottohelden eine großen "Bogen" machen sollte.

Bei den Spielgemeinschaften (und auch System-Anteilen) darf man nie vergessen, dass man sich einen Gewinn in der höchsten Gewinnklasse, auf die es ja die meisten Spieler abgesehen haben, immer mit anderen teilen muss. Bei einem Jackpotgewinn im Lotto 6 aus 49 in Höhe von 10 Millionen Euro müsste man sich beispielsweise bei einer Teilnahme über die Spielgemeinschaft "Lotto Start" den Gewinn mit 200 anderen Spielern teilen, so dass "nur" noch 50.000 Euro als Gewinn übrig blieben (und das bei einem Spieleinsatz von immerhin 49 Euro). Ein paar systembedingte Mehrfachgewinne in den darunterliegenden Gewinnklassen würden zwar auch noch hinzukommen, doch diese würden sich selbst bei einem Gewinn im Lotto-Vollsystem 011 auf durchschnittlich weniger als 1.700 Euro pro Anteil belaufen.


13. Sofortlotterien (Rubbellose und Onlinespiele)

Bei den Rubbellosen von Lottohelden gibt es ebenfalls große Unterschiede in den Ausschüttungsquoten, so dass man auch hier auf die Auswahl der Rubbellose unbedingt achten sollte. Sofern die Gewinntabellen von Lottohelden korrekt angegeben wurden schneiden derzeit mit durchschnittlichen Ausschüttungsquoten von unter 50 % die drei Rubbellose "Tresor Knacker" (34,2 %), "GlücksLos" (40,3 %) und "Rubbel-Millionär" (46,0 %) am schlechtesten ab. Zum Vergleich: Bei Tipp 24 gibt es kein Rubbellos und keine andere Sofortlotterie mit einer durchschnittlichen Ausschüttungsquote von unter 62 %. Aber immerhin gibt es bei Lottohelden fünf Rubbellose mit einer durchschnittlichen Ausschüttungsquote von zumindest über 60 %. Diese sind "Rubbel den Star - Absprung" (63,7 %), "Goldenes Einhorn" (63,3 %), "Rubbel den Star - Badewanne" (63,2 %), "Rubbel den Star - Bett" (63,2 %) und "Rubbel EuroMillions" (61,8 %). Das Rubbellos "Viel Glück" wurde in der Auswertung nicht berücksichtigt, da dieses nur für kurze Zeit verfügbar ist. Eine ausführliche Analyse und Rankingübersicht aller Sofortlotterien von Lottohelden, Lottoland und Tipp 24, bei denen vom Anbieter Gewinntabellen veröffentlicht wurden, könnt ihr in meinem anderen Beitrag hier nachlesen. Die Gewinnchancen sind übrigens bei jeder Spielteilnahme identisch, da bereits gekaufte Lose nicht aus dem "Lostopf" verschwinden. Bei jedem einzelnen Loskauf wird somit immer ein Los zufällig von der Gesamtzahl aller Lose ausgewählt. Aus diesem Grund können die digitalen Rubbellose von Lottohelden auch nie ausverkauft sein.

Bei den von Lottohelden angebotenen Onlinespielen wird dem Spieler ungerechterweise vorgetäuscht, dass die im Spiel stattfindenden Aktionen (zum Beispiel Würfeln oder Drehscheibe betätigen) zufällig ablaufen, was jedoch nicht der Fall ist. Auch hier ist das Ergebnis (ebenso wie bei den Rubbellosen) bei jeder Spielrunde bereits zu Beginn festgelegt bzw. vorherbestimmt. Auch die Entscheidungen des Spielers, wie zum Beispiel die Auswahl bestimmter Spielfelder, beeinflussen das Spielergebnis nicht. Es wäre somit ein Trugschluss zu glauben, man hätte vielleicht mehr gewinnen können, wenn man bei bestimmten Auswahloptionen andere Felder angeklickt hätte. Aber zumindest steht dies fairerweise bei jedem Spiel auch in der Spielbeschreibung (dazu muss man aber erst einmal das Spiel selbst öffnen, dann den Button mit den drei Strichen in der Mitte suchen, anklicken und den Text ganz nach unten scrollen). Ebenso falsch wäre es daher zu glauben, man hätte beispielsweise bei "Super Cash Buster" den Höchstgewinn nur knapp verfehlt, weil nur ein zusätzlicher gelber Block gefehlt hätte, denn theoretisch könnte man tausende solcher Spielabläufe im Voraus festlegen, ohne dass dabei dieser eine fehlende Block zerstört wird. Solche angeblich nur knapp verfehlten Gewinne sollen die Spieler nur dazu animieren noch mehr Geld in diese Onlinespiele (genaugenommen handelt es sich dabei eher um Spielfilme mit kleinen Unterbrechungen dazwischen) zu stecken, so dass man sich nicht zu wundern braucht, wenn dies relativ häufig vorkommt.

Als besonders negatives Beispiel möchte ich daher an dieser Stelle noch kurz das von Lottoland angebotene Onlinespiel "EuroMillionen Sofort" erwähnen, das derzeit noch nicht von Lottohelden angeboten wird. Auch bei diesem "Spiel" ist das Ergebnis einer Spielrunde vorbestimmt (diesen Hinweis findet man jedoch auch hier erst in der Spielbeschreibung innerhalb des Spiels). Tatsächlich aber wird dem Spieler bei diesem Onlinespiel sogar per Lostrommel vorgegaukelt, die Zahlen würden in Wirklichkeit zufällig gezogen werden, wodurch der Spieler ganz bewusst getäuscht wird. Fakt ist nämlich, dass es bei diesem Spiel völlig egal ist welche Zahlen man im Vorfeld auswählt, da sich die gezogenen Zahlen immer an der Tippabgabe des Spielers orientieren. Eine zufällige Ziehung kann allein schon aus dem Grund ausgeschlossen werden, da in diesem Fall die Ausschüttungsquote anhand der im Spiel angegebenen Gewinntabelle nur bei 14,1 % liegen würde. Laut Spielbeschreibung beträgt diese jedoch 64,6 %. Auch würde bei einer zufälligen Ziehung der Zahlen im Schnitt nur jedes dreizehnte Spiel gewinnen. In Wirklichkeit gewinnt man jedoch deutlich häufiger, da man sonst nicht auf die angegebene Ausschüttungsquote kommt und man außerdem riskieren würde, dass die Spieler zu schnell das Handtuch werfen und das Spiel daher kein weiteres Mal mehr spielen möchten.

Im Gegensatz zu allen anderen Spielangeboten werden bei den Onlinespielen die Ausschüttungsquoten (AQ) direkt von Lottohelden angegeben. Doch wie bei den Rubbellosen muss man auch hier darauf hoffen, dass die in der Spielbeschreibung aufgeführten Ausschüttungsquoten korrekt sind. Dies sind nämlich die einzigen Spielangebote, bei denen es nicht möglich ist die Ausschüttungsquote selber zu berechnen, da im Gegensatz zu den Onlinespielen von Tipp 24 Lottohelden leider seinen Spielern verschweigt, mit welcher Wahrscheinlichkeit die einzelnen Gewinnklassen erreicht werden. Sofern die Ausschüttungsquoten jedoch korrekt angegeben sind, sieht man bereits mit einem Blick, wie viel Prozent der Spieleinsätze durchschnittlich wieder an die Spieler ausgeschüttet werden. Die Rangfolge sieht dabei derzeit wie folgt aus:

Rang 1 (Ø AQ = 74,20 %): Super Cash Buster
Rang 2 (Ø AQ = 73,76 %): Schatz der Maya
Rang 3 (Ø AQ = 64,03 %): Cash Wheel
Rang 4 (Ø AQ = 63,82 %): Slingo
Rang 5 (Ø AQ = 62,14 %): Schatztruhe 7x7
Rang 6 (Ø AQ = 60,07 %): Robinson Cash

All diese Onlinespiele sind jedoch nicht zu empfehlen, da Lottoland beispielsweise mit den beiden Onlinespielen "KeNow Play" und "KenoGo" deutlich höhere Ausschüttungsquoten von bis zu 96 % anbietet und sich diese sogar noch selber berechnen lassen. Allerdings muss man dann trotzdem noch darauf vertrauen, dass der im Programm eingebaute Zufallsgenerator auch wirklich zufällige Zahlen auswählt und sich nicht (wie zum Beispiel beim Spiel "EuroMillionen Sofort") an der Tippabgabe des Spielers orientiert. Eine Übersichtstabelle mit den genauen Auszahlungen und Ausschüttungsquoten dieser beiden Sofortlotterien von Lottoland findet ihr hier.


Fazit:

- Solange Lottohelden bei den Spielangeboten nicht nachbessert, sind lediglich die Lotterien MiniLotto und MiniLos vergleichsweise "gute" Lotterien.
- SonntagsLotto und Cash4Life können bei Lottohelden zu den besten Konditionen gespielt werden.
- Keno, Lotto 6 aus 49 und EuroJackpot kann man auf der englischsprachigen Seite von Lottoland ohne Scheingebühr spielen. Das "Keno 24/7" von Lottoland sollte man aber aufgrund der deutlich besseren Ausschüttungsquoten dem deutschen Keno vorziehen.
- Bei der GlücksSpirale liegt die Ausschüttungsquote nur noch bei 39 % und sollte daher ebenfalls gar nicht erst gespielt werden. Bei einer Spielteilnahme über den Spielschein von Lotto 6 aus 49 könnte man sich bei Lottoland aber zumindest die Extragebühr von 0,20 Euro sparen.
- Bei der Lotterie EuroMillions würde man auf eine Ausschüttungsquote von 55 % kommen, wenn man diese auf lottoland.pt oder lottoland.ie für nur 2 Euro spielt. Davon würde ich jedoch dringend abraten, da es sein kann, dass Lottoland in diesem Fall die Gewinne nicht auszahlt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte sollte EuroMillions bei TheLotter für 2,40 Euro pro Tipp spielen, was immer noch knapp 13 % günstiger wäre als bei Lottohelden. Bei Buchung eines Abonnements kostet der Tipp auf TheLotter sogar durchschnittlich nur 2,16 Euro, da jeder zehnte Schein gratis ist.
- Bei der zum Jahresende angebotenen spanischen Weihnachtslotterie kann man das Zehntellos bei Tipp 24 deutlich günstiger spielen. Abgesehen vom ganzen Los sind die Preise aller kleineren Losanteile von Lottohelden unangemessen und sollten deshalb ebenso wie die Lotterien WorldMillions und GlücksSpirale Jahresrente zu den aktuellen Konditionen auf jeden Fall gemieden werden.
- Bei der zum Jahresende angebotenen Lotterie Silvester-Millionen liegt die Chance mehr als seinen Spieleinsatz zu gewinnen bei lediglich 1 zu 991. Auf eine so schlechte Gewinnchance kommt so gut wie keine andere Lotterie, so dass man trotz der relativ hohen Ausschüttungsquote von 60 % eher auf eine Spielteilnahme verzichten sollte.
- Systemscheine und System-Anteile bieten trotz des hohen Preises im Vergleich zum Standardtipp keinen Vorteil. Von den Spielgemeinschaften stellt lediglich "Super Samstag" ein gutes Spielangebot von Lottohelden dar, während dagegen "Euro Freitag" das mit Abstand ungerechteste ist.
- Bei den Rubbellosen und Onlinespielen hat man leider keine Gewähr dafür, dass die angegebenen Gewinntabellen bzw. die angegebenen durchschnittlichen Ausschüttungsquoten auch tatsächlich stimmen. Das beste Rubbellos mit einer Ausschüttungsquote von 63,7 % ist "Rubbel den Star - Absprung". Das beste Onlinespiel mit einer durchschnittlichen Ausschüttungsquote von 74,2 % ist "Super Cash Buster" (was jedoch immer noch sehr wenig ist im Vergleich zu "KeNow Play" und "KenoGo" von Lottoland, bei denen die Ø AQ bei über 95 % liegt).

Wie schon bereits mehrfach angesprochen, sollte man abgesehen von der Gesamtausschüttungsquote immer auch darauf achten, wie hoch die Ausschüttungsquoten in den unteren Gewinnklassen sind, da bei den meisten Lotterien (vor allem bei Silvester-Millionen mit 66,7 %, GlücksSpirale Jahresrente mit 62,5 %, EuroJackpot mit 48 % und EuroMillions mit 47 % der Gesamtausschüttungsquote) der größte Anteil in die unwahrscheinlichste Gewinnklasse fließt und somit kaum noch etwas für die unteren Gewinnklassen übrig bleibt, bei denen man die häufigsten Gewinne erzielt. Langfristig gesehen verliert man bei solchen Glücksspielen das meiste Geld.

Dies trifft übrigens ganz besonders auf die US-Lotterien MegaMillions und Powerball zu, die derzeit die mit Abstand schlechtesten Lotterieangebote für deutsche Spieler darstellen und daher zum Glück noch nicht von Lottohelden angeboten werden. Zu diesen beiden Lotterien habe ich bereits einen anderen Beitrag in diesem Forum veröffentlicht, den ihr hier nachlesen könnt. Bedauerlicherweise wird Lottohelden aber vermutlich bald auch diese Lotterien in ihr Spielangebot mit aufnehmen, da diese bereits in den AGB in Kapitel 11.14 und 11.15 zu den gleichen Konditionen erwähnt werden, wie bei Lottoland. Sollte dann der Preis wie bei Lottoland bei 3,50 Euro pro Tipp liegen, würde bei Sofortauszahlung in der ersten Gewinnklasse und einem angesetzten Wechselkurs von 1,15 Dollar je Euro die durchschnittliche Ausschüttungsquote 12,2 % bei MegaMillions und 12,9 % bei Powerball betragen. Die Wertung dieser Lotterien (siehe Ende des Beitrags) würde dann sogar mit 0,77 bei MegaMillions und 0,86 bei Powerball nicht einmal mehr die Hälfte der Wertung von WorldMillions erreichen. Klar, dass sich Lottohelden so ein lukratives Lotterieangebot für sich selbst daher vermutlich nicht entgehen lassen möchte. Aus Kundensicht würde ich mir jedoch wünschen, dass Lottohelden sich nicht nur die schwarzen Schafe (z. B. WorldMillions) von Lottoland mit ins Boot holt, sondern auch die deutlich kundenfreundlicheren (z. B. Keno 24/7).


Zusätzliche Anmerkungen zu den Ausschüttungsquoten

Die für diesen Beitrag berechneten durchschnittlichen Ausschüttungsquoten gelten nur unter der Annahme, dass bei allen Gewinnklassen, bei denen der in den Spielregeln bekanntgegebene Gewinnbetrag durch die Anzahl der Gewinner geteilt werden muss (das sind die in den AGB in Kapitel 11.1 aufgelisteten Gewinnklassen vom Typ A und Typ B sowie die höchste Gewinnklasse der GlücksSpirale Jahresrente gemäß Kapital 11.16), die 1:Gewinnwahrscheinlichkeit der entsprechenden Gewinnklasse nicht geringer ist als die durchschnittliche Anzahl der abgegebenen Tipps pro Ziehung in der entsprechenden Lotterie.

Werden beispielsweise bei MiniLos bei jeder Ziehung zwei Millionen Lottohelden-Tipps abgegeben, gewinnen im Durchschnitt immer zwei Spieler pro Ziehung, die sich die Gewinnsumme von 100.000 Euro teilen müssen. Folglich müsste Lottohelden pro Ziehung im Schnitt nur 50.000 Euro in der höchsten Gewinnklasse ausschütten, wodurch sich der durchschnittliche Ausschüttungsanteil in dieser Gewinnklasse von 10 % auf 5 % halbieren und die durchschnittliche Ausschüttungsquote dieser Lotterie nur noch bei 56,6 % statt 61,6 % liegen würde. Bei MiniLotto würde die durchschnittliche Ausschüttungsquote bei rund 1,7 Millionen Lottohelden-Tipps pro Ziehung (also ebenfalls der doppelten Tippanzahl im Vergleich zu der 1:Gewinnwahrscheinlichkeit in der höchsten Gewinnklasse) sogar nur noch bei 50 % liegen. Bei der GlücksSpirale Jahresrente würden sogar bereits durchschnittlich 200.000 Lottohelden-Tipps pro Ziehung ausreichen, um die durchschnittliche Ausschüttungsquote in der ersten Gewinnklasse zu halbieren. Auch bei Cash4Life muss der Höchstgewinn mit allen Lottohelden-Gewinnern in dieser Gewinnklasse geteilt werden.

Mein Vorschlag wäre daher, dass Lottohelden auch bei ihren eigenen Lotterien MiniLos, MiniLotto, GlücksSpirale Jahresrente und Cash4Life zumindest die Anzahl der Lottohelden-Gewinner in den jeweiligen Gewinnklassen in der Tabelle mit den Gewinnquoten in einer zusätzlichen Spalte veröffentlicht. Noch besser wäre es, wenn auch noch der Spieleinsatz mit angegeben wird, wie es bereits bei Lotto 6 aus 49, EuroJackpot, EuroMillions und GlücksSpirale der Fall ist, da man dann auch die Anzahl der abgegebenen Tipps in dieser Ziehung berechnen könnte. Dies würde die Transparenz und vermutlich auch die Akzeptanz dieser Spiele deutlich erhöhen, da der Kunde dadurch leichter abschätzen kann, ob eine Begrenzung der maximalen Auszahlung in der höchsten Gewinnklasse bei diesem Lotterieangebot gerechtfertigt ist. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich für Lottohelden daraus irgendein Nachteil ergeben würde.


Detaillierte Übersichtstabellen der Spielangebote

Da Zahlen bekanntlich mehr als 1000 Worte sagen, veröffentliche ich als abschließenden Höhepunkt dieses Beitrags noch meine detaillierten Berechnungstabellen von allen analysierten Spielangeboten von Lottohelden mit Wahrscheinlichkeiten, Ausschüttungsquoten und Gewinnen in den einzelnen Gewinnklassen, inklusive einer Rankingübersicht aller Lotterien, System-Anteile, Rubbellose und Spielgemeinschaften. Die Onlinespiele wurden nicht aufgeführt, da die Wertung anhand der von Lottohelden veröffentlichten Ausschüttungsquoten bereits in oben stehender Auflistung abgelesen werden kann. Eine genauere Analyse der Rentabilität dieser Onlinespiele ist aufgrund der nicht ermittelbaren Gewinnwahrscheinlichkeiten in den einzelnen Gewinnklassen ohnehin nicht möglich. Abgesehen davon sind noch folgende Anmerkungen zu beachten:

1. Bei den Spieleinsätzen wurden die Scheingebühren nicht berücksichtigt.
2. Bei den Ausschüttungsquoten wurden keine Sonderausschüttungen bzw. Sonderverlosungen mit einberechnet.
3. Bei der Lotterie GlücksSpirale wurde in der ersten Gewinnklasse der Sofortauszahlungsbetrag angesetzt.
4. Bei der Lotterie Cash4Life wurden die Auszahlungsbeträge in den ersten beiden Gewinnklassen auf Grundlage der Cash-Option beim Originalspiel ermittelt.
5. Bei den System-Anteilen wurden auch die Mehrfachgewinne berücksichtigt.
6. Freispielgewinne wurden mit dem Durchschnittsgewinn veranschlagt, der sich aus der Multiplikation von Spieleinsatz und Ausschüttungsquote ergibt.
7. Alle festen Werte sind unterstrichen.
8. In den jeweils höchsten Gewinnklassen wurden zum einfacheren Vergleich nicht die genauen Ausschüttungsweisen angegeben (z. B. Mindestjackpotsummen, Boosterfonds, Reservefonds, Auszahlung in Raten, Aufteilung der Jackpotsumme bei mehreren Gewinnern) sondern stattdessen anhand der Wahrscheinlichkeiten bei festen Gewinnen einfach die theoretische Ausschüttungsquote (AQ) berechnet, bzw. der theoretische Gewinn anhand des Ausschüttungsanteils, der für diese Gewinnklasse insgesamt zur Verfügung gestellt wird.



Dieser Beitrag wurde schon 8 mal editiert, zum letzten mal von Lottoexperte am 04 Jan, 2018 17:02 10.

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